Glossar
Digital Audio Broadcasting ist ein System zur Übertragung von Radioprogrammen. Zusätzlich zu den Audioprogrammen ist es möglich, Bilder und Textinformationen mit einer geringen Übertragungsrate zu senden. In Österreich ist die Einführung von DAB bis auf weiteres nicht vorgesehen, allerdings gibt es einen DAB-Testbetrieb in Wien und Tirol.
Innerhalb der zur Verfügung stehenden Datenrate kann eine wählbare Anzahl von Datencontainern mit einer festen Länge von 188 bit zur Übertragung von Fernseh-, Daten- oder Mediendiensten genutzt werden.
Bei der Digitalisierung eines Videosignals ergibt sich eine Datenrate, die mit ca. 170Mbit/s übertragen werden muss. Bei einem Stereo-Audiosignal liegt die Datenrate bei ca. 1,4 Mbit/s. Zur effizienten Übertragung müssen diese Datenmengen reduziert werden. Bei DVB-T wird die MPEG2-Codierung sowohl für die Video- als auch für die Audioübertragung als Quellencodierung zur Datenreduktion angewendet. Zur Übertragung von Fernsehprogrammen in PAL-Qualität mit MPEG2-Codierung sind Mindestdatenraten erforderlich. Diese sind 2,5 - 4 Mbit/s für ein Fernsehprogramm plus ca. 0,2 Mbit/s für den Stereoton.
Elektronische Vorrichtung in einem Fernsehgerät oder in einem DVB-T Endgerät, mit der z. B. verschlüsselt gesendete Signale beim Empfang wieder entschlüsselt werden
>>Encoder
ist eine Ableitung vom lateinischen Wort "digitus" (Finger, Ziffer). Gemeint ist die Darstellung von Signalen bzw. Schwingungen durch Zahlen. Digitale Daten werden als Folge von Null- und Eins-Signalen übermittelt.
Viel verwendeter Begriff für Anzeigefelder. Vom kleinen Feld auf dem Taschenrechner über den Computer-Bildschirm bis zum großen Fernseh-Bildschirm.
bezeichnet das digitale Codierungsverfahren für dreidimensionalen Raumklang über sechs Effektkanäle (digitales Surround-System für Heimkino-Anlagen).
ist heute neben der Stereofonie die weitest verbreitete Technik zur Mehrkanal-Tonwiedergabe im Heimbereich
Digital Video Broadcasting (DVB) bezeichnet den heute gebräuchlichen internationalen Standard für digitales Fernsehen. Es gibt verschiedene Formen von DVB
>> DVB-C , >>DVB-S, >> DVB-T
Digital Video Broadcasting-Cable (DVB-C) bezeichnet die digitale Übertragung von Bild- und Tonsignalen über Breitband-Kabelnetze.
Digital Video Broadcasting-Handheld (DVB-H) bezeichnet die digitale terrestrische Übertragung von Bild- und Tondaten auf mobile Endgeräte wie Handys oder PDAs.
Digital Video Broadcasting-Satellite (DVB-S) bezeichnet die digitale Übertragung von Bild- und Tondaten über Satellit.
“Digital Video Broadcasting - Terrestrial" bezeichnet das digitale Antennenfernsehen.
ist ein externer Empfänger, der zwischen Antenne und Fernsehgerät bzw. zwischen Kabel und Fernsehgerät installiert wird. Der Empfänger wandelt digitale Signale in analoge um und ermöglicht so die Weiterverwendung älterer Fernsehgeräte.
DVB-T Boxen, die problemlos die Nutzung der Angebote von ORF1, ORF2, ATV, PULS 4, ORF SPORT PLUS und 3sat ermöglichen, werden in unterschiedlichen Formen angeboten und sind durch ein DVB-T Prüfzeichen gekennzeichnet.
>>Boxenspezifikation, >> DVB-T Prüfzeichen
In einem 8MHz Kanal stehen zwei DVB-T Modi zur Verfügung. Einerseits der 8k-Modus mit 6.817 Trägern. Andererseits der 2k-Modus mit 1.705 Trägern. Der 8k-Modus eignet sich, bedingt durch die lange Symboldauer, zur Gleichkanalversorgung bei großen Senderabständen. Der 2k-Modus erfordert bei Gleichkanalnetzen einen kleineren Senderabstand.
In Österreich werden die im Handel und Fachhandel erhältlichen DVB-T Endgeräte mit so genannten DVB-T Prüfzeichen versehen. Der TÜV Österreich vergibt DVB-T Prüfzeichen an DVB-T Empfänger, mit denen die Angebote von ORF1, ORF2, ATV, PULS 4, ORF SPORT PLUS und 3sat problemlos genutzt werden können. Abhängig vom Typus des DVB-T Empfängers werden zwei grafisch unterschiedliche Prüfzeichen für Orientierung in der Produktvielfalt sorgen. Das farbige DVB-T Prüfzeichen kennzeichnet jene DVB-T Endgeräte, die mhp MultiText-fähig sind.
>>Boxenspezifikationen, >>mhp MultiText Profile, >> Zapping profile
Der Begriff DVD bedeutet Digital Versatile Disc (engl. für digitale, vielseitige Scheibe). Die DVD ist ein Speichermedium, das über eine hohe Speicherkapazität verfügt und vielfältig, etwa zum Speichern von Videos oder Musik einsetzbar ist.
sind physikalisch betrachtet sich ausbreitende Schwingungen des elektromagnetischen Feldes. Zu den elektromagnetischen Wellen gehören etwa das unsichtbare Licht und die Rundfunkwellen. Besonderes Kennzeichen der elektromagnetischen Wellen ist, dass Ausbreitungsrichtung und Schwingungsrichtung senkrecht zueinander stehen, was sich in der Polarisation bemerkbar macht.
>> Polarisation
Auch Coder/Codierer genannt. Elektronische Vorrichtung, mit der Signale verschlüsselt werden.
>> Decoder
Der Electronic Program Guide ist ein digitaler Programmführers, der in das Empfangsgerät integriert ist. Der EPG gibt Auskunft über das laufende und das kommende Fernsehprogramm. Die Programmübersicht beinhaltet mindestens den Titel, die Uhrzeit und die Dauer jeder Sendung. Zusätzlich können zu den einzelnen Sendungen kurze Beschreibungen des Inhalts auch mit Bildern angezeigt werden. Aufgrund der Integration in das Empfangsgerät können die Programme aus dem EPG heraus umgeschaltet oder die Aufnahme einer ausgewählten Sendung programmiert werden.
Als Fehlerschutz gelten alle Maßnahmen, welche die zu übertragenden Bitfolgen der Nutzdaten gegen Fehler schützen oder auftretende Fehler korrigieren.
Free to Air (FTA), auf Deutsch "frei empfangbar", bezeichnet Programme, die unverschlüsselt über Antenne, Kabel oder Satelliten verbreitet werden. Das Gegenteil sind verschlüsselte Programmangebote.
Die Frequenz bezeichnet die Anzahl elektromagnetischer Schwingungen pro Sekunde. Sie wird in der Einheit Hertz (Hz) gemessen.
>> Hertz


