DVB-T

Österreicher steigen auf DVB-T um

50 Tage digitales Antennenfernsehen in Österreich

Wien, 15. Dezember 2006 – Am 26. Oktober 2006 ist das digitale Antennenfernsehen in Österreich gestartet. ORS und RTR-GmbH ziehen nach den ersten sieben Wochen eine positive Bilanz: Die digitalen Signale von ORF 1, ORF 2 und ATV versorgen in Wien sowie den Landeshauptstädten und Umgebung rund 70 Prozent der Bevölkerung. Im Handel herrscht reges Interesse an DVB-T Endgeräten und der Informationsstand der Bevölkerung zu DVB-T ist signifikant gestiegen.

DVB-T ist erfolgreich in Österreich angelaufen,“ zieht Michael Wagenhofer, Geschäftsführer Digitales Fernsehen Förder Gmbh, Bilanz. „Die Österreicherinnen und Österreicher wissen, worum es bei DVB-T geht, kommen in den Handel und steigen auf digitales Fernsehen um.“

Von Juni bis Oktober 2006 wurde der Bekanntheitsgrad des digitalen Antennenfernsehens um 44 Prozent gesteigert. Wie eine von FESSEL-GfK im Oktober 2006 durchgeführte Befragung der österreichischen Bevölkerung ergab, lag der Bekanntheitsgrad von DVB-T beim offiziellen Start am 26. Oktober 2006 bei 69 Prozent.

Endgeräte-Verkauf ist gut gestartet
In den österreichischen Haushalten sind sieben Wochen nach dem DVB-T Startschuss rund 100.000 DVB-T Endgeräte im Einsatz. Rückmeldungen von der Industrie und aus dem Handel zeigen, dass alle Arten von DVB-T Empfängern bei den Konsumenten Anklang finden; von DVB-T Boxen über TV-Geräte mit integriertem DVB-T Tuner bis hin zu Steckkarten und DVB-T USB-Sticks für den TV-Empfang am Computer.

„Die Nachfrage in den ersten Tagen nach dem Start war höher als erwartet,“ fasst Michael Wagenhofer zusammen. „Nach Lieferengpässen sind jetzt ausreichend DVB-T Boxen im Handel, sowohl zertifizierte mhp MultiText-fähige als auch nicht-zertifizierte Zapping Boxen. Der VKI Boxen-Test und der Handel bieten den Konsumenten Orientierung beim Kauf des für sie optimalen Endgeräts.“

Die Förderaktion ist in vollem Gange. Rund 30.000 Frühumsteigergutscheine wurden bisher in Handel und Fachhandel eingelöst. Von den rundfunkgebührenbefreiten Haushalten in den DVB-T Erstversorgungsgebieten haben über 28.000 ihre Gutscheine bereits angefordert. 

„Wir sind zufrieden mit dem Anlaufen der Förderaktion. Das Ziel der Fördermaßnahmen war, dem Projekt DVB-T einen massiven Anschub zu geben,“ so Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH. „Der Handel unterstützt die Aktion. In ganz Österreich haben sich 1.300 Händler zur Gutschein-Annahme registriert.“ 

„Der mhp MultiText von ORF und ATV findet offenbar auch einen großen Zuspruch bei den Konsumenten. Der hohe Anteil der MultiText-tauglichen DVB-T-Endgeräte ist ein Indiz dafür, dass dieses neue Medienprodukt sehr positiv angenommen wurde“, so Grinschgl weiter.

Im Moment sind sieben verschiedene DVB-T Endgeräte, die den Empfang von mhp MultiText ermöglichen und somit auch förderfähig sind, im Handel erhältlich. Darunter befindet sich auch die erste DVB-T Box mit dem Profil „Interactive“, die über eine Rückkanal-Funktion verfügt. 

Handel bietet Hilfe bei verlorenen oder verlegten Gutscheinen
Konsumenten, die Ihren Frühumsteiger-Gutschein verloren oder verlegt haben, aber dennoch die EUR 40-Förderung beim Kauf einer DVB-T Box mit farbigem Prüfzeichen in Anspruch nehmen möchten, können dies nun direkt im Handel tun. Denn für die Gutschein-Aktion registrierte Händler haben die Möglichkeit, einen Ersatzgutschein auszustellen. Die Konsumenten müssen nur ihre GIS-Teilnehmernummer bekannt geben und sich ausweisen. Dann können sie die Förderung trotz verlorenem Gutschein erhalten.

Händler, die Ihren Kunden anbieten, sie bei der Installation ihres DVB-T Empfängers auch zu Hause zu unterstützen, hatten die Gelegenheit, sich als Händler mit DVB-T RundumService zu registrieren. Konsumenten, die Hilfe bei der Inbetriebnahme ihrer Empfangsgeräte benötigen, finden die Kontaktdaten aller DVB-T RundumService-Händler auf der DVB-T Website oder erhalten diese bei der DVB-T Serviceline unter 0820 / 420 420 (EUR 0,12 / Minute). 

Die DVB-T Umrüstung geht weiter
Die endgültigen Umstellungen starten im März 2007. Ausgehend von Westen werden die analogen Frequenzen ab März 2007 schrittweise abgeschaltet: die Sender Bregenz-Pfänder und Innsbruck-Patscherkofel am 5. März 2007, Salzburg-Gaisberg und die Sendeanlagen Viktring und Dobratsch in Kärnten am 19. März, Graz-Schöckl und Graz-Griesplatz am 23. April, Lichtenberg und Freinberg in Linz am 7. Mai und die Sendeanlagen Jauerling und Klangturm in Sankt Pölten sowie Kahlenberg, Himmelhof und Arsenal in Wien am 11. Juni 2007. Ab dann wird der Empfang von ORF 1, ORF 2 und ATV über Antenne dort nur mehr digital möglich sein.

2007 werden schrittweise weitere Sendeanlagen in ganz Österreich auf DVB-T umgerüstet. Der genaue Ausbauplan soll im Jänner 2007 präsentiert werden.

Eine Grafik zur endgültigen Umstellung der DVB-T Erstversorgungsgebiete finden Sie hier.

Bin ich schon voll auf Empfang?